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Warum Bedürfnisorientierte Erziehung zum Scheitern verurteilt ist

Allgemein

Warum Bedürfnisorientierte Erziehung zum Scheitern verurteilt ist

Die Bedürfnisorientierte Erziehung gilt als Idealbild des heutigen Eltern-Seins. Das fulminante Finale der Pädagogik, in dem alle Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie zusammenfließen. Ein Erziehungsstil, der glückliche, selbstbestimmte und emotional gesunde Erwachsene “produziert”.

Klingt perfekt – und doch scheitern so viele Familien mit ihrer Praxis des bedürfnisorientierten Erziehens.

Warum ist das so?

Das Hamsterrad

Wer bedürfnisorientiert erzieht, möchte es besonders gut machen.

Wir Eltern möchte wirklich ALLES tun, was in unserer Macht steht, um die Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen. Wir wollen, dass sie sich vom Tag ihrer Geburt an bedingungslos geliebt fühlen, dass sie emotional und materiell mit allem versorgt sind, was eine optimale Entwicklung fördert.

In den ersten Lebensjahren der Kinder bringen wir Tag und Nacht damit zu, die Kinder zu begleiten, zu stillen, zu tragen, zu umsorgen, uns mit ihnen zu beschäftigen.

Dabei leiden mit der Zeit unsere eigenen Bedürfnisse.

Wir erkennen das und beginnen, im Alltag Inseln zu schaffen, in denen wir als Eltern Raum für die Erfüllung unserer Bedürfnisse haben. Wir gehen mal ins Kino abends, wir trinken einen leckeren Cappuccino auf der Terrasse und schließen die Tür, wenn wir aufs Klo gehen.

Aber auch das funktioniert nur mäßig. Die Kinder akzeptieren diese Veränderung oft nicht und bei uns kommt keine richtige Erholung zustande.

Und die Spirale aus Erschöpfung und Ratlosigkeit schraubt sich eine Etage nach unten.

Eine fatale Vorannahme

Der Grund, warum wir so oft scheitern mit der bedürfnisorientierten Erziehung liegt weniger an dem, was wir tun, als vielmehr an der Vorannahme, die wir unserem Tun zugrundelegen.

In unserem unbedingten Wunsch, es mit den Kindern gut machen zu wollen, setzen wir voraus, dass wir es auch “schlecht” machen könnten.

Weil wir vielleicht nicht genug Wissen zu dem Thema haben.

Weil wir die Bedürfnisse der Kinder vielleicht nicht rechtzeitig wahrnehmen könnten.

Weil uns die Zeit fehlen könnte, für all unsere Kinder gleichermaßen zu sorgen.

Oder wir denken, dass wir durch die Erfahrungen in unserer eigenen Kindheit vielleicht nicht dazu in der Lage sein könnten, die Kinder wirklich bedürfnisorientiert zu begleiten.

Aus der theoretischen Möglichkeit, versagen zu können, resultiert schließlich die Angst.

Die Angst davor, nicht genug geben zu können.

Angst ist ein starkes Gefühl. Die Angst vereinnahmt unsere Gedanken. Und sie sorgt dafür, dass wir uns den ganzen Tag über nicht wirklich gut fühlen. Wenn wir Angst haben, dann ist diese Angst ständig präsent.

Sie hält unsere Energie permanent auf einem niedrigen Level, sodass sie tatsächlich Gefühle behindert, die auf einem höheren Energielevel schwingen. Liebe zum Beispiel. Spaß, Freude, Ausgelassenheit, Leidenschaft.

All die Dinge, die wir doch eigentlich fühlen wollen, wenn wir uns mit den Kindern beschäftigen.

Die Angst davor, dass es nicht reichen könnte, was wir geben, ist schließlich auch das, was bei unseren Kindern ankommt. Und zwar auch dann, wenn wir es nicht konkret formulieren. Sogar dann, wenn wir sie selbst nicht wirklich bewusst haben. Denn unsere Kinder sind tief verbunden mit uns. Sie spüren uns.

Sie spüren ständig, dass vielleicht nicht genug da sein könnte, dass es vielleicht nicht reichen könnte.

Und sie reagieren darauf, indem sie mehr und mehr einfordern. Denn schließlich könnte der Liebes-Hahn bald zugedreht werden.

Deshalb fühlt es sich für uns Eltern an, als könnten sie niemals “satt” werden. Als wäre es ein Fass ohne Boden.

Die Angst vor dem Versagen dreht unsere Spirale aus Erschöpfung und der Ratlosigkeit gleich zwei Runden weiter nach unten.

Und für den Fall, dass noch ein bisschen Energie übrig sein sollte, nutzen viele von uns noch ein weiteres Tool, um die Energie endgültig in den Keller fahren zu lassen: Den Vergleich.

Der Vergleich, oder wie du dir selber die Energie raubst

Wenn wir mal ganz ehrlich sind: Wir wollen es ja nicht nur gut machen machen mit den Kindern.

Wir wollen es besser machen.

Besser als unsere Eltern vielleicht.

Besser als die Nachbarn oder irgendwelche anderen Eltern, die wir beobachten.

Besser, als die meisten anderen…..?

Und wir entwickeln Kriterienkataloge der bedürfnisorientierten Erziehung, an denen wir uns messen. Darin gibt es dann so Kategorien wie Ernährung, Medienkonsum, Familienbett, Umgangston, Zugewandtheit, whatever.

Den ganzen Tag über gleichen wir unser Tun mit den einzelnen Idealvorstellungen in den verschiedenen Kategorien ab.

Wir bewerten uns. Wir vergleichen uns. Wir messen uns.

Ich hab das gerne abends vor dem Einschlafen gemacht. Mir überlegt, wo ich nicht so toll reagiert habe im Laufe des Tages. Wo ich etwas gesagt habe, was mir nicht gefallen hat. Oder etwas gedacht. Oder etwas getan. Ich nahm mir vor, am nächsten Tag auf keinen Fall wieder so zu versagen.

Diese Praxis sorgt dafür,dass wir uns als Eltern auch noch das letzte bisschen Energie selber rauben. Und morgens wie gerädert aufstehen.

Der Weg aus der Frust-Spirale

Die Annahme, man könnte versagen, die Angst, das Bewerten und Vergleichen….All diese Dinge haben eines gemeinsam: Sie schwingen auf einer Energie von Mangel.

Aus dieser Energie heraus, können wir die Dinge, die wir eigentlich sehen wollen in unserem Familienleben, die wir eigentlich erreichen wollen mit der bedürfnisorientierten Erziehung, nicht kreieren.

Das ist, als wollte man aus einem Stück Zink einen Goldtaler pressen.

Es gibt keine Alternative dazu, unser Inneres auf Fülle zu programmieren.

Uns mit uns selber verbunden zu fühlen.

Uns sicher zu sein, dass wir die besten Eltern für unsere Kinder sind.

Der Fahrplan für unseren individuellen Erziehungsstil steht in keinem Lehrbuch. Er ist in unserem Herzen.

 

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Hab eine zauberhafte Woche,

Alles Liebe,

Dein gemeckerfrei Team