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Hass oder Liebe?! – So klappt es mit deiner Schwiegermutter

Allgemein

Hass oder Liebe?! – So klappt es mit deiner Schwiegermutter

Vielleicht hast du ja eine von diesen traumhaften Schwiegermüttern wie aus dem Märchen…die dich lieben wie ihre eigene Tochter, ihren Sohn für seine großartige Wahl feiern und euch unterstützt, wo sie nur kann….

 

Oder es ist nicht ganz so rosig oder fühlt sich sogar richtig anstrengend an.

Vielleicht machst du in den Augen deiner Schwiegermutter einfach alles verkehrt. Bist eine schlechte Ehefrau und mit den Kindern grundsätzlich viel zu großzügig. Bist daran schuld, wenn sie euch auf der Nase herumtanzen und dein armer Mann es ausbaden muss. Dein armer Mann, dem du sowieso noch viel mehr den Rücken freihalten müsstest, der sich ja so abrackert für eure Familie…

Vielleicht hoffst du heimlich, dass deine Schwiegermutter nicht allzu oft zu Besuch kommt. Was du andererseits auch schade findest, schließlich ist sie die Oma deiner Kinder.

Irgendwie hättest du es gern anders, als es ist. Aber du weißt nicht genau, wie du es anstellen sollst……

Nimm die Macht zu dir

Wenn du die Beziehung zwischen dir und deiner Schwiegermutter verändern willst, dann ist es von elementarer Bedeutung, dass du dir deiner gestalterischen Möglichkeiten bewusst wirst.

Häufig geben wir ja die Macht aus den Händen, schieben die Verantwortung auf den anderen ab. Besonders dann, wenn die Situation festgefahren ist und schon länger andauert.

Vielleicht entdeckst du bei dir den Gedanken, dass du keinen Einfluss hättest. Dass du ja so gerne würdest, deine Schwiegermutter aber alles abblockt und eben so ist, wie sie ist. Dass es aufgrund ihres hohen Alters sowieso aussichtslos wäre, noch irgendetwas zu bewirken….

All diese Gedanken halten dich davon ab, in die Aktion zu gehen. Sie lähmen dich und bringen dich immer wieder in die Situation, dich ausgeliefert zu fühlen. Aus dieser Haltung heraus bist du darauf angewiesen, dass deine Schwiegermutter sich verändert, damit sich dein Ergebnis verändert.

 

Stattdessen darfst du anerkennen, dass du eure Beziehung ebenso mitgestaltest. Das bedeutet nicht, dass du jetzt damit anfangen solltest, Schuld zu verteilen. Ganz im Gegenteil. Um Schuld geht es nicht.

Es geht um Macht. Um Möglichkeiten und deine Schöpferkraft.

Wenn sich ein Teil ändert, ändert sich das Ganze. Das heißt, wenn du dich veränderst, dann kann eure Beziehung nicht die gleiche sein wie vorher.

Deshalb ist die entscheidende Frage an dieser Stelle: Möchtest DU etwas verändern, damit sich eure Beziehung verbessert?

Streck die Waffen nieder

Wenn du dich entschieden hast, die Beziehung zwischen dir und deiner Schwiegermutter zu verbessern, dann ist es wichtig, dass du aufhörst zu kämpfen. Denn Kampf erzeugt immer noch weiteren Kampf.

Vielleicht kommt dir jetzt gleich der Gedanke, dass sie ja immer “anfängt” und du ja nur reagierst….Klar, das kann sein.

Aber ein Kampf braucht immer zwei Parteien. Es ist nicht möglich, gegen jemanden zu kämpfen und zu sticheln, der einfach nicht mitmacht.

Betrachte das, was sie zu dir sagt nur als Abbild dessen, was sie glaubt. Was sie für wahr hält und selbst in ihrem Leben erfahren hat. Du bist nur eine Projektionsfläche, es hat mit dir persönlich ziemlich wenig zu tun…

Wenn du in deiner Liebe bleibst, wird sich die Situation schnell entschärfen oder einfach im Sande verlaufen, weil du den Kampf nicht weiter mit deiner eigenen Energie “fütterst”.

Sei deiner Schwiegermutter dankbar

Deine Schwiegermutter ist die Mutter deines Ehemanns. Sie hat ihn 9 Monate unter ihrem Herzen getragen, sie hat ihn geboren und sie hat für ihn jahrelang ihr Bestes gegeben.

Auch wenn das rückblickend vielleicht nicht immer so optimal war, so war es doch das Beste, was sie zu dem Zeitpunkt geben konnte.

Denn wie jede Mutter hat auch sie nur das Wohl ihrer Kindes im Blick.

Natürlich hat sich das, was wir als günstig für das Wohl der Kinder ansehen, im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verändert. Und vielleicht ist sie nicht “hinterhergekommen” bei dieser Entwicklung.

Aber sie hat deinen Traummann herangezogen und dafür darfst du ihr dankbar sein. Dafür darfst du sie sogar richtig feiern.

Je mehr du diese Haltung verinnerlichst, desto harmonischer wird es werden zwischen euch.

Und nebenbei nimmst du eine große Last von den Schultern deines Mannes, für den es eine krasse Zerreißprobe darstellt, sich zwischen seiner Mutter und seiner Frau “entscheiden” zu müssen.

Sei ihr eine Inspiration

Vielleicht gibt es im Leben deiner Schwiegermutter niemanden, der ihr eine echte Inspiration wäre. Denn ganz sicher ist das, was sie heute als Verhalten dir gegenüber zeigt, eine Reproduktion dessen, was ihr wiederum vorgelebt wurde. Es ist ein Konglomerat aus all den Päckchen, die sie selber trägt, ihren Glaubenssätzen und Erfahrungen.

Vielleicht braucht sie jemanden, der ihr zeigt, dass es anders geht. Dass Liebe wirklich alles kann und dass man sich zu jeder Zeit für die Liebe entscheiden kann. Ganz unabhängig davon, was vorher gewesen ist.

Vielleicht braucht deine Schwiegermutter eine echte inspiration, ein leuchtendes Beispiel.

Und vielleicht kannst DU diese Inspiration sein.

Zeig ihr, wie du es gern hättest. Leb ihr vor, wie liebevoll es gehen kann.

Sei ihr die Schwiegertochter, die du dir wünschen würdest, wenn du später mal Schwiegermutter bist. Denn wir wissen ja nicht, ob unser “Erziehungsstil” irgendwann als überholt gilt. Und dann wünschen wir uns auch jemanden, der uns nimmt, wie wir sind und anerkennt, dass wir unser Bestes gegeben haben.

Halt dich raus, wenn es um die Kinder geht

Oft machen wir uns ja auch Sorgen um unsere Kinder. Dass es ihnen schaden könnte, wenn die Oma mit ihren veralteten Erziehungsvorstellungen um die Ecke kommt. Dass unsere eigenen Bemühungen dadurch sogar zunichte gemacht werden könnten.

Das wird ganz sicher nicht passieren.

Für unsere Kinder ist entscheidend, was ihre Eltern tun. Die Personen, mit denen sie zusammenwohnen, die sie täglich sehen und von denen sie eng begleitet werden. Von den Großeltern nehmen die Kinder nur, was ihnen dient. Lassen sich 100 Bücher vorlesen und Schokolade schenken. Gehen mit ihnen in den Zoo und wünschen sich zu Weihnachten all das Plastikspielzeug, das wir ihnen niemals kaufen würden. Die Kinder überhören all die Dinge, die uns selbst schon innerlich zur Weißglut gebracht haben und spüren die Haltung dahinter: nämlich, dass sie von ihrer Oma geliebt werden.

Wir Eltern dürfen vertrauen und loslassen und die Großeltern die Beziehung zu ihren Enkeln selbstbestimmt gestalten lassen. Wir dürfen uns “raushalten” und aushalten, dass wir das vielleicht alles ganz anders machen würden. In dem tiefen Vertrauen, dass bei unseren Kindern “nix kaputtgehen” kann.

 

Hab eine zauberhafte Woche voller Liebe und Leichtigkeit,

dein Gemeckerfrei-Team